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TV-Gelder: Bayern bekommt dreimal mehr als Bielefeld

Der Kicker hat die TV-Einnahmen der 1. und 2. Bundesliga veröffentlicht. Demnach bekommt der FC Bayern mit 105,4 Millionen Euro mehr als dreimal so viel wie Arminia Bielefeld. Die Verteilung der kommenden Jahre soll am 7. Dezember verkündet werden.

Der Kicker hat die TV-Einnahmen der 1. und 2. Bundesliga veröffentlicht. Demnach bekommt der FC Bayern mit 105,4 Millionen Euro mehr als dreimal so viel wie Arminia Bielefeld. Die Verteilung der kommenden Jahre soll am 7. Dezember verkündet werden.

Der Münchner Rekordmeister erhält wieder einmal den größten Teil des Kuchens. Dahinter folgen Borussia Dortmund mit knapp 95 Millionen und Bayer Leverkusen mit etwa 88 Millionen Euro. Vor Schlusslicht Bielefeld stehen Union Berlin (37 Mio) und der VfB Stuttgart (46 Mio). Insgesamt sollen 1,448 Milliarden Euro an die 36 Bundesliga-Vereine ausgeschüttet worden sein.

Die Verteilung der nationalen Einnahmen erfolgt nach dem Vier-Säulen-Prinzip. Dazu gehören Leistungsfaktoren, also zwei Fünfjahres- und eine 20-Jahres-Wertung sowie der Einsatz von U23-Spielern. 80% des Geldes geht an die Bundesligisten, die restlichen 20% an die Vereine im Unterhaus. Die internationalen Erlöse fließen fast komplett in die Bundesliga – nur ein Solidaritätsbeitrag von acht Millionen Euro ist den Zweitligisten vorbehalten.

Bevor am 7. Dezember der neue Verteilungsschlüssel bekannt gegeben werden soll, sprachen sich manche Vereine für eine Reform des Vier-Säulen-Prinzips aus. Mit einem Positionspapier wandten sich beispielsweise Mainz 05, Stuttgart, Bielefeld und Jahn Regensburg an das DFL-Präsidium. Sie fordern vor allem, die nationalen und internationalen Erlöse zusammenzulegen und maximal 80% an die Bundesligisten zu geben. 

Auch eine Art 2:1-Regel steht als Idee im Raum. Der Erstplatzierte der Fünfjahreswertung soll nicht mehr als das doppelte an TV-Geldern erhalten als der Letztplatzierte. Davon würden kleiner Vereine wie die Arminia oder Union profitieren, Bayern oder Dortmund bekämen weniger.

Andere wiederum finden es gerecht, demjenigen am meisten Geld zu geben, der auch am meisten leistet. Borussia Mönchengladbachs Sportchef Max Eberl erklärte im Interview mit der Frankfurter Rundschau seine Sicht der Dinge: „Als ich 1999 als Spieler nach Gladbach kam, waren wir aus der Bundesliga abgestiegen, hatten 30 Millionen Mark Schulden und kein Stadion. Dieser Klub hat es geschafft, ohne externes Geld, ohne Scheich, ohne Werk, ohne Geschenke 20 Jahre später zum sechsten Mal in Europa vertreten zu sein. Das haben wir geschafft, weil ein Leistungsprinzip es ermöglicht, durch gute Arbeit und sportlichen Erfolg mehr Geld zu verdienen.“ Den geforderten Verteilungsschlüssel fände er daher unfair. „Dann könnten andere Vereine in einem Wisch plötzlich wieder auf Augenhöhe mit uns agieren.“

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